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Martin Fröst & Bamberger Symphoniker

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Konzerthalle Bamberg: Joseph Keilberth SaalMußstr. 1, Bamberg, Bavaria, 96047, Germany
January 18, 19 at 20:00
Performers
Karel DohnalClarinet
Ivo KahánekPiano
Jakub HrůšaConductor
Bamberg Symphony

Wir begrüßen zwei beachtenswerte Solisten als virtuose Erzähler! Unser diesjähriger Portraitkünstler Martin Fröst spielt das Klarinettenkonzert von Aaron Copland: eine Schlüsselfigur der amerikanischen Musik, die stets von »universalen Dingen spricht«. Dass er auch zahlreiche Filmmusiken verfasste, hört man dem schwelgenden Konzert an, welches für den legendären Klarinettisten Benny Goodman entstand – und daher auch kongenial Jazzelemente mit symphonischen Mitteln verbindet. Für den Tschechen Martinů stand in Bezug auf sein viertes Klavierkonzert fest: »Der Künstler ist immer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, seines eigenen und dessen der Menschheit, auf der Suche nach Wahrheit.« Das farbenprächtige Werk, bei uns von Ivo Kahánek interpretiert, schrieb Martinů 1956 im amerikanischen Exil. Es trägt den Beinamen »Incantation« und beschwört in seiner eindrucksvollen Dramatik mit magischen Zauberformeln ferne Welten herauf. Von Martinů ist auch dieses Zitat überliefert: »Mir ist’s absolut klar, was unserer heutigen Musik mangelt: ein Mozart!« Die Wiener Klassik würdigen wir zum Abschluss: Mozart schrieb seine drei letzten Symphonien in der unfassbar kurzen Zeit von knapp zehn Wochen – in einer Phase, in der er mit erheblichen Geldproblemen zu kämpfen hatte. Von Verzweiflung ist aber in den Werken weitgehend nichts zu spüren und die »Jupiter-Symphonie« wurde sogar als »höchster Triumph der Instrumentalkomposition« gelobt. Woher allerdings ihre spätere Betitelung kommt, weiß niemand genau. Ein Biograf meinte dazu: »Ein ausgezeichneter Literat, vielleicht sogar ein Journalist, mag ihr den Namen gegeben haben, in dem selbstverständlich kein ›Programm‹ lag, wohl aber eine Charakteristik. Aber warum soll es nicht uns erlaubt sein, beim Betreten dieser Tonlandschaft an ein Antiken-Haupt zu denken?«

Jakub Hrůša © Andreas Herzau
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