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Bach, Elgar, Vaughan Williams

Diese Veranstaltung fand in der Vergangenheit statt
Stadttheater FürthKoenigstr. 116, Fürth, Bayern, 90762, Deutschland
Am Donnerstag 8 Februar 2018 um 19:30

»Musik liegt in der Luft – man nimmt sich einfach soviel, wie man benötigt«, sprach der Spätromantiker Edward Elgar einst und befreite England aus einem 200 Jahre währenden Dornröschenschlaf im Bereich der Instrumentalmusik. Sein berühmtes Cellokonzert schrieb er mit 62 Jahren. Auf die Frage nach dem traurigen Ausdrucksgehalt antwortete er schlicht: die »Einstellung eines Menschen zum Leben«. Bei uns begibt sich der junge Cellist Andreas Brantelid auf diese melancholische Seelenreise! Ein Klagemotiv enthält auch Bachs Fantasie und Fuge BWV 537, welche Elgar kongenial in das romantische Orchestergewand eingebettet hat. Die Bearbeitung entstand in einer tiefen Schavenskrise, in die ihn der Tod seiner Frau stürzte: »Jetzt kann ich nicht mehr originell sein, und so bin ich abhängig von Menschen wie Johann Sebastian [Bach] als Inspirationsquelle.« Der britische Gastdirigent Andrew Manze leitet unser Orchester außerdem durch ein geheimnisvoll funkelndes Werk von Vaughan Williams, der ebenfalls eine Lichtgestalt der Musik Englands war: die sechste Symphonie mit ihrem eindringlichen Epilog, der einmal als menschenleere Wüste charakterisiert wurde. Vaughan Williams verwies bei solchen Deutungen immer auf Prosperos Worte in Shakespeares »Sturm«: »Wir sind aus solchem Zeug wie das der Träume und dies kleine Leben umfaßt ein Schlaf.«

Andreas Brantelid © Marios Taramides
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