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SiegfriedNew production

OpernhausSechseläutenplatz 1, Zürich, 8008, Schweiz
Datum/Zeit in Zurich Zeitzone
Sonntag 05 März 202316:00
Donnerstag 09 März 202317:00
Dienstag 14 März 202317:00
Samstag 18 März 202317:00
Mittwoch 22 März 202317:00
Sonntag 26 März 202314:00
Darsteller
Oper Zürich
Gianandrea NosedaDirigent
Andreas HomokiRegisseur
Christian SchmidtBühnenbild, Kostüme
Franck EvinLicht
Philharmonia Zürich
Florian SchaafBühnenbild
Werner HintzeDramaturgie
Beate BreidenbachDramaturgie
Klaus Florian VogtTenorSiegfried
Wolfgang Ablinger-SperrhackeTenorMime
Tomasz KoniecznyBassDer Wanderer
Camilla NylundSopranBrünnhilde
Christopher PurvesBaritonAlberich
David LeighBassFafner
Anna DanikMezzosopranErda
Rebeca OlveraSopranWaldvogel

«Wer meines Speeres Spitze fürchtet, durchschreite das Feuer nie!» («He who fears the sharpness of my spear shall never pass through the fire!») – with these words, Wotan left his daughter Brünnhilde in the middle of a ring of fire. Now, another is there: Siegfried, the fearless hero, the only one who can awaken Brünnhilde. He is the independent «free hero» born of the incestuous love between Siegmund and Sieglinde, on whom all of Wotan’s hopes rest. He is also Wagner’s most anarchistic hero, who grew up in the forest with the dwarf Mime, motherless, fatherless, uncivilized, ignorant. The once vigorous, impetuous child of nature has become a young adult who rebels against the father figure who is not his real father, leaving all he has known, so that he may finally learn to fear. In the forest, he kills the dragon Fafner and takes the ring and the cloak of invisibility; he has no idea of the magical powers that dwell within them both. But Siegfried is an ambivalent hero: radiant and victorious, but also thoughtlessly destructive. He brutally slays Mime when the latter tries to poison him and gain control of the ring. Fearlessly, he walks through the fire’s flames; it is only his encounter with Brünnhilde and his awakening sexuality that momentarily frighten him. Jubilantly, both sing of love – and for a moment it seems as if the utopia of a new world, free of power struggles and obligations and treaties, could become reality. The first two acts of Siegfried, Wagner’s intellectual starting point for the Ring, were written in Zurich. He interrupted work on the Ring in 1857 and picked it up 12 years later – after having written Tristan and Die Meistersinger. The score of Siegfried has instrumentation that is extraordinarily sophisticated, almost impressionistic; Wagner succeeds time and again in orchestrating his large musical apparatus in differentiated, suggestive sound images. General Music Director Gianandrea Noseda will take charge of crafting this finely balanced, transparent sound, and the staging is in the hands of Andreas Homoki, just as in the two previous parts of the tetralogy. Klaus Florian Vogt and Camilla Nylund will make important role debuts in Zurich as Siegfried and Brünnhilde.

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«Wer meines Speeres Spitze fürchtet, durchschreite das Feuer nie!» – mit diesen Worten hatte Wotan seine Tochter Brünnhilde am Schluss der Walküre inmitten eines Feuerrings schlafend zurückgelassen. Nun ist er da: Siegfried, der furchtlose Held, dem allein es gelingen kann, Brünnhilde aufzuwecken; der freie, unabhängige Held, hervorgegangen aus der inzestuösen Liebe zwischen Siegmund und Sieglinde, auf dem Wotans ganze Hoffnung ruht; und zugleich auch Wagners anarchistischster Held, der ohne Mutter und Vater beim Zwerg Mime im Wald aufgewachsen ist, unzivilisiert und unwissend. Aus dem kraftstrotzenden, ungestümen Kind der Natur ist ein junger Erwachsener geworden, der aufbegehrt gegen den Vater, der nicht sein richtiger Vater ist, und aus der Enge ausbricht, um endlich das Fürchten zu lernen. Im Wald tötet er den Drachen Fafner und nimmt den Ring und die Tarnkappe an sich; er ahnt nicht, welche magischen Kräfte darin wohnen. Aber Siegfried ist ein durchaus ambivalenter Held – strahlend und siegreich, doch zugleich auch unreflektiert zerstörerisch: Brutal erschlägt er Mime, als dieser versucht, Siegfried zu vergiften, um den Ring in seine Gewalt zu bringen. Furchtlos durchschreitet Siegfried schliesslich das Feuer; erst die Begegnung mit Brünnhilde und seiner erwachenden Sexualität jagt ihm vorübergehend Angst ein. Jubelnd besingen beide die Liebe – und für einen Moment scheint es, als könne die Utopie einer neuen, von Machtkämpfen und Vertragszwängen freien Welt Wirklichkeit werden. Die ersten beiden Akte von Siegfried – Wagners gedanklichem Ausgangspunkt für den Ring – entstanden noch in Zürich; 1857 unterbrach Wagner die Arbeit am Ring und nahm sie erst 12 Jahre später – nach Tristan und den Meistersingern – wieder auf. Ungemein ausgefeilt, geradezu impressionistisch ist die Instrumentationskunst im Siegfried; immer wieder gelingt es Wagner, den grossen Orchesterapparat in differenziert ausgearbeitete, suggestive Klangbilder zu giessen. Für eine fein austarierte, transparente Klangbalance steht Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda ein, die Inszenierung liegt wie auch schon in den beiden vorangegangenen Teilen der Tetralogie in den Händen von Andreas Homoki. Als Siegfried und Brünnhilde geben Klaus Florian Vogt und Camilla Nylund in Zürich wichtige Rollendebüts.

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