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Les Vêpres siciliennesNew production

Plan
Diese Veranstaltung fand in der Vergangenheit statt
NationaltheaterMünchen, Bayern, Deutschland
März 11 18:00, März 15 19:00, März 18 18:00, März 22 19:00, März 25 18:00
Programm
Verdi, Giuseppe (1813-1901)Les Vêpres siciliennes (in französischer Sprache)
Darsteller
Bayerische Staatsoper
Omer Meir WellberDirigentMär 11, 15, 18, 22
Stefan SolteszDirigentMär 25
Antú Romero NunesRegisseur
Victoria BehrKostüme
George PeteanBaritonGuy de Montfort
Bryan HymelTenorHenriMär 11
Leonardo CaimiTenorHenriMär 15, 18, 22, 25
Rachel Willis-SørensenSopranHélène
Erwin SchrottBassbaritonProcida
Helena ZubanovichMezzosopranNinette
Matthew GrillsTenorDaniéli
Galeano SalasTenorMainfroid
Long LongTenorThibault
Johannes KammlerBaritonComte de Vaudemont
Callum ThorpeBassbaritonRobert
Alexander MilevBassSire de Béthune
Michael BauerLicht
Stellario FagoneChorleitung
Rainer KarlitschekDramaturgie
Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper

Verdi weiß: Liebe ist gnadenlos, nicht nur weil sie im positiven Sin-ne alle Ketten gesellschaftlicher Konventionen und Zwänge sprengen kann, sondern auch weil sie bedingungslose Loyalität einfordert. In seiner Oper Les Vêpres siciliennes beleuchtet der Komponist die Liebe aus drei verschiedenen Perspektiven, die allesamt Loyalität als Zentrum fokussieren und so schmerzhafte Konflikte mit sich bringen.

Da steht zum einen die Besatzung der Franzosen in Sizilien, eine Herrschaft, die in aller Brutalität ausgetragen wird. Soldaten vergehen sich beispielsweise grausam an Frauen und Männern. Die Sizilianer sind zum Freiheitskampf herausgefordert, können sich aber nicht zum aktiven Widerstand durchringen. – Vaterlandsliebe?

Ein junger sizilianischer Freiheitskämpfer namens Henri liebt die Herzogin Hélène, glaubt aber, sein niederer Stand verhindere eine Annäherung. Den widrigen Umständen zum Trotz entwickelt sich langsam eine Beziehung zwischen Hélène und Henri. – Partnerliebe?

Zum anderen erzählt Verdi eine Vater-Sohn-Beziehung, die obsessiv von ihrer Unauflöslichkeit ausgeht, weil sie als gott- und menschengegeben betrachtet wird. Das gilt auch dann, wenn sich Vater und Sohn eigentlich nicht kennen und sich der junge sizilianische Freiheitskämpfer Henri als der Sohn des verhassten Gou-verneurs Montfort herausstellt. Der Vater, der glaubt, sich auf das göttliche Recht des pater familias berufen zu können, nutzt seine Machtposition schamlos aus und fordert den Sohn auf, sich gegen Hélène zu entscheiden und sich öffentlich zu ihm zu bekennen. – Vaterliebe?

Welche Loyalität gilt? Vaterliebe – Vaterlandsliebe – Partner-liebe. Alle drei fordern ihr Anrecht auf das Individuum ein, so als würden sie wie mythische Kräfte mit dem Leben der Menschen spielen, während sie lediglich die Wunden einer Welt vergrößern, die sich gegen den einzelnen Menschen richten.

 

Die Premiere wird live auf BR-KLASSIK übertragen.

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