Es ist Richard Wagners Geburtstag und Zeit für alle guten Götter, Helden und Opernliebhaber, aufzuwachen und zu feiern! Hier haben wir für Sie einige Videoclips außerhalb der "größten Hits" jeder Oper zusammengestellt. Viel Vergnügen!

Als absoluter Wagner-Fan werde ich mich nicht dafür entschuldigen müssen, diese Playlist mit einem Quartett von Videos aus dem Ring des Nibelungen zu beginnen, angefangen mit der kürzlich verstorbenen Maria Radner, die uns als Erda im Rheingold mit lieblichem Ton und totaler Kontrolle zeigt, wie eine Erdenmutter ist.

Aus der Walküre - ich weiß, das hier habe ich schon einmal erwähnt, aber ich kann dieser tollen Zusammenstellung von "wer hat das längste Schwert" einfach nicht widerstehen - eine Versammlung von Tenören, die von Wotan (in diesem Fall Wälse) zu erfahren verlangen, wohin ihre Schwerter gekommen sind:

Als ich meinen Sohn zu seinem ersten Ring-Zyklus mitnahm, in der auf zwei Tage eingedampfen Fassung der Opéra de Dijon, war die Musik, die wir auf einem erschreckend großen Teil der Heimreise vor uns hin summten, war das Vorspiel zum dritten Akt in Siegfried. In diesem Video sehen Sie eine Vorstellung aus 1966 von Karl Böhm:

Übrigens, wenn Ihnen das reine Hören nicht genügt: hier gibt es die wichtigsten Punkte aus Derek Cookes klassischer Analyse davon, wie die Leitmotive zusammenpassen:

Aus der Götterdämmerung habe ich Wagners außergewöhnlichstes Portrait des Bösen ausgesucht. Hier hören Sie den unvergleichlichen Josef Greindl als Hagen in Bayreuth (1957), als er im zweiten Aufzug die Gibichsmannen zusammenruft. Es ist vielleicht nicht die qualitativ hochwertigste Aufnahme, aber sowohl Greindl als auch Dirigent Hans Knappertsbuch sind außergewöhnlich.

Wem all dieses orchestrale Chaos zuviel wird, für den gibt es hier Gian Luca Pasolini als junger Seeman in Tristan und Isolde, der von seinem wilden, anbetungswürdigen irischen Mädchen singt:

Bleiben wir beim nautischen Thema (und Geburtstagsfeierlichkeiten). Hier sehen Sie Wagners Idee von einer guten Sause: Der Seemannschor aus dem Fliegenden Holländer. Die Qualität dieses Videos ist besonders überraschend wenn man feststellt, dass es im Freien aufgenommen wurde, im großartigen römischen Theater des Chorégies d'Orange:

Aus Tannhäuser hier nun ein Chor der ganz anderen Sorte. Man muss am Anfang vielleicht etwas lauter stellen (und am Ende leiser) - es ist mit ziemlich extremer dynamischer Bandbreite gemischt -aber der Chor der Deutschen Oper Berlin singt ihn hier ganz hervorragend, den Pilgerchor:

Außerhalb seiner Opern ist Wagners Musik großteils in Vergessenheit geraden, doch hier hört man den großen Komponisten in Feierlaune mit seinem Großen Festmarsch.

Ich glaube, ihn an seinem eigenen Geburtstag gespielt zu bekommen, hätte ihm gefallen!



Aus dem Englischen übertragen von Hedy Mühleck.