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Wegweiser: Komische Oper Berlin

Kurzprofil
AdresseBehrenstraße 55-57
Berlin
Deutschland
EnthältFoyer
Probebühne 1
Google maps52° 30' 56.592" N 13° 23' 13.524" E
« ...mit ihrer Wiedereröffnung 1947 etablierte die Komische Oper die Tradition, dass alle Opernvorstellungen im Hause auf Deutsch gesungen werden würden. So wollte man die Oper direkt zum deutschen „Volk“ bringen. Der australische Regisseur Barrie Kosky hat in seiner Amtszeit subtil mit dieser Tradition gebrochen, [aber] das scheint niemanden zu stören. Ausverkaufte Vorstellungen sind dieser Tage recht häufig an der Komischen Oper, und Eugen Onegin ist keine Ausnahme. Viele Hoffnungsvolle standen am Samstagabend Schlange, um Rückläufer zu ergattern. Karen Hunter, Bachtrack, Februar 2016 »
Biographie

Seit ihrer Gründung 1947 steht die Komische Oper Berlin für zeitgemäßes, lebendiges Musiktheater und hat sich zu einem der profiliertesten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum entwickelt. »Profiliert« aber nicht im Sinne von repräsentativer Routine, sondern als markante, scharf umrissene Ausrichtung. Wir sind der Ansicht: Im Musiktheater geht es vor allem um eines – Menschen zu bewegen. Wir präsentieren neue Sichtweisen, nicht nur auf die Stücke, sondern auch auf die Form selbst. Auf dem Spielplan stehen alle Formen von Musiktheater: Oper – mit Schwerpunkt Mozart, Barock und zeitgenössische Werke – sowie Operette und Musical. Gespielt wird sowohl in Originalsprache als auch in deutscher Übersetzung – je nach Stück. Individuelle Untertitel in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Türkisch) erlauben den Zuschauern einen leichten Zugang zu allen Produktionen, egal in welcher Sprache gespielt wird.  

Die Komische Oper Berlin gilt seit ihren Anfängen als wegweisend in Sachen innovatives Musiktheater. In den 1920er Jahren prägte sie unter dem Namen Metropol-Theater als Operetten- und Revuetheater die Berlinerische und damit internationale Unterhaltungsszene. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Theater von Walter Felsenstein als Komische Oper wiedereröffnet. Sein Konzept, das Oper als Musik-Theater sah, galt und gilt als revolutionär. Zahlreiche Künst­lerkarrieren nahmen hier ihren Anfang, u. a. die von Harry Kupfer, Otto Klemperer, Kurt Masur, Yakov Kreizberg und Kirill Petrenko sowie vieler Sängerinnen und Sänger, die heute weltweit Erfolge feiern können.

Die Komische Oper Berlin wurde unter der Intendanz von Barrie Kosky bereits mehrfach ausgezeichnet. 2013 wurde das Haus (zum zweiten Mal nach 2007) von der Fachzeitschrift »Opernwelt« zum Opernhaus des Jahres gewählt. 2015 wurde die Komische Oper Berlin zur Opera Company of the Year bei »The International Opera Awards« gewählt. Ebenfalls 2015 wurden die Chorsolisten der Komischen Oper Berlin von der Fachzeitschrift »Opernwelt« zum Opernchor des Jahres gewählt.

Und warum »komisch«? Der Name »Komische« Oper bedeutet nicht, dass an der Komischen Oper Berlin nur heitere Stücke aufgeführt werden. Er bezieht sich auf die französische »Opéra comique« und die »Komische Oper« an der Weidendammer Brücke (1905–1911). 

Als Walter Felsenstein 1947 die Komische Oper in der Behrenstraße gründete (im Bau des ehemaligen Metropol-Theaters), bezog er sich in seiner Namenswahl auf die oben genannten Opernhäuser. Das war durchaus programmatisch zu verstehen: Felsenstein propagierte ein unmittelbar verständliches, publikumsnahes Musik-Theater auf höchstem künstlerischen Niveau. Und so versteht sich das Haus bis heute.