| Saturday 29 May 2027 | 19:00 |
| Sunday 30 May 2027 | 18:00 |
| Sir Donald Runnicles | Conductor |
| Dresden Philharmonic |
Gustav Mahlers Neunte Sinfonie gilt als musikalischer Abschied: von der Spätromantik und von einer Welt am Rand des Umbruchs. Entstanden 1908–1909 wirkt das Werk rückblickend wie eine Vorahnung des Ersten Weltkriegs. Zerbrechliche Klänge, abrupte Brüche und groteske Tänze spiegeln eine brüchig gewordene Ordnung. Besonders das langsame Verklingen des Finales wirkt wie ein Loslassen, ein Verstummen alter Gewissheiten. Die Neunte steht damit für das Ende einer Epoche – persönlich wie historisch – und für den Abschied von einer europäischen Kultur, die 1914 unwiderruflich zerbrach. Nichtsdestotrotz ist sie keine düstere Abschiedsmusik, sondern voller Ironie, Zärtlichkeit und Lebenslust. Der erste Satz beginnt mit einem schwankenden Rhythmus, den manche als Anspielung auf Mahlers unregelmäßigen Herzschlag deuten und die beiden mittleren Sätze sind fast Karikaturen von Tänzen. Aber auch abseits solcher Zuschreibungen gilt die Sinfonie als Mahlers beste Komposition, und wer einmal das lange Verklingen des letzten Satzes bin ins Nichts gehört hat, spürt, dass es sich hier um ein Ausnahmewerk der Musikgeschichte handelt.
Preise ab 64 | 53 | 45 | 39 | 29 | 22 €
FLEXGebühr + 6 €
Ermäßigte Preise:
ab 10 € für Schüler unter 18J.
ab 10 € für Junge Leute unter 30J.
ab 11 € für Dresden-Pass und SB ab GdB 80

