| Sonntag 27 September 2026 | 11:00 |
| Kancheli, Giya (b. 1935) | Sio | |
| Sibelius, Jean (1865-1957) | Violinkonzert in d-Moll, Op.47 | |
| Mendelssohn Bartholdy, Felix (1809-1847) | Symphonie Nr. 4 in A-Dur, "Italienische", Op.90 |
| Dalia Stasevska | Musikalische Leitung |
| Lisa Batiashvili | Violine |
| Sandro Nebieridze | Klavier |
| Dresdner Philharmonie |
Giya Kancheli ist in Westeuropa weniger bekannt als Arvo Pärt, dabei sind sie sich musikalisch durchaus ähnlich! Die Stille ihrer Musik, ihr oft meditativer Charakter, die langsamen Melodien und die dunkle Intensität der musikalischen Stimmungen entfalten eine vergleichbare Klangwelt.
In den Norden entführt die Geigerin Lisa Batiashvili ihr Publikum mit dem Violinkonzert des Finnen Jean Sibelius. Eine „Landschaft aus Eis und Feuer“ wurde es oft genannt, und tatsächlich scheint es die Weite, Kälte und Einsamkeit skandinavischer Landschaften mit Energie und Kraft zu verbinden. Mendelssohns „Italienische“ dagegen sprüht nur so vor Elan und Lebensfreude. Dabei war der Komponist gar kein so großer Italien-Fan, Italien „macht mich müde“, bekannte er einmal. Aber inspiriert haben ihn italienische Tänze, südliches Temperament und für das Scherzo sogar der Gesang vorbeiziehender Nonnen allemal. Schon bei ihrer Uraufführung 1833 war das Londoner Publikum so begeistert, dass ihr Erfolg 184 Jahre vor Tiktok „viral“ ging und bis heute nicht nachgelassen hat.
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