In diesem Monat erkunden wir die Welt der Filmmusik und klassische Komponisten, die für den Film geschrieben haben. Wussten Sie, dass eine der ersten eigens geschriebenen Filmmusiken aus der Feder von Camille Saint-Saëns stammt? L'Assassinat du duc de Guise ist ein französischer historischer Film aus dem Jahre 1908 von Charles Le Bargy und André Calmettes, der bei nur 15 Minuten die Geschehnisse beschreibt, als King Henri III 1588 seinen Rivalen (den duc the Guise) in seine Gemächer rief und ihn dort brutal ermorden ließ. Saint-Saëns hatte beträchtliche Erfahrung im Schreiben von Schauspielmusiken und schrieb eine Musik für Streicher, Klavier und Harmonium:
Stummfilme wurden üblicherweise von live-Musik begleitet. Es gab jüngst ein großes Interesse daran, die Musik dazu zu rekonstruieren und auch neue Musik für die Vorführung dieser Filme zu komponieren. Fernando Furones, ein Komponist, der im Moment Filmmusik in Berklee studiert, erinnert sich an eine Vorführung des Klassikers Das Phantom der Oper (1925), der mit von Studenten komponierter Musik gezeigt wurde.
Als sich in den 1930er Jahren der Tonfilm entwickelte, erwuchs daraus auch die Notwendigkeit einer Filmmusik, um einen Großteil der Handlung zu untermalen. Chris Garlick beschreibt hier die Rolle von Britischen Komponisten von Sir Arthur Bax bis Michael Nyman im Schreiben für den Film, und wie die Assoziation mit der Leinwand dem Ruf eines Komponisten auch schaden konnte.
Unter den Komponisten, die für die Leinwand geschrieben haben, hat Erich Korngold vielleicht den Bauplan für eine Hollywood-Filmmusik entworfen. Mark Pullinger wirft einen Blick auf seine Hinterlassenschaft für den Film sowie den Einfluss, den seine Konzertkompositionen auf seine Soundtracks (und umgekehrt auch seine Filmmusiken auf sein Konzertschaffen) hatten.
Alberto Iglesias mag kein so geläufiger Name sein, aber seine Musik - Der ewige Gärtner (The Constant Gardener) oder der Drachenläufer (Kite Runner) - wird vielen unter Ihnen bekannt sein. Alan Coady untersucht Iglesias' Musik und beleuchtet besonders seine bedeutende Zusammenarbeit mit Pedro Almodóvar.
Werfen Sie im Laufe des Monats immer einmal wieder einen Blick auf diese Seite und entdecken Sie neue Beiträge zur Serie.
Sprachlos: Musik für den Stummfilm
Things to Come: British classical composers writing for film

